Kräftebündelung
Doch nicht die finanzielle Kräftebündelung soll den Verantwortlichen nach in den Vordergrund gerückt werden, sondern vielmehr die Tatsache, dass nationale Hindernisse durch die Schaffung eines gemeinsamen Ausbildungsstandortes und eine vereinte überbetriebliche Ausbildung überwunden werden. Dabei soll die vorhandene Infrastruktur in Eupen für einen gemeinsamen Unterricht nutzbar gemacht werden. Konkret bedeutet dies, dass die Metzgerabteilung des Zentrums umgebaut, erweitert und an die erwähnten europäischen Hygienenormen angepasst wird. Die gemeinsame überbetriebliche Ausbildung wiederum sei ein Pilotprojekt, das die Transparenz in der grenzüberschreitenden Arbeit weiter fördern und die berufliche Mobilität, so ZAWM-Direktor Thomas Pankert, erhöhen werde.
Hierbei schließen sich Betriebe zusammen, um Ausbildungsteile zu gestalten, die im einzelnen Unternehmen nicht möglich sind. Man rechnet damit, dass rund 120 Teilnehmer während je einer Woche hieran teilnehmen werden. Die Kosten dieser Ausbildung, bei der alle Partner überdies für ihr eigenes Prüfungswesen verantwortlich bleiben, waren allerdings nicht Inhalt des Projektantrages, dem die Interreg-III-Manager bereits ein sehr positives Echo folgen ließen. Als »innovative Kooperation mit deutlichem Plus für die Region« gewertet, wird das europäische Förderprogramm die räumlichen Anpassungen im Hinblick auf die gemeinsame Unterrichtung von Lehrlingen ab 2006 voraussichtlich kofinanzieren. Hilfestellungen leisten ebenso die DG sowie das Land Nordrhein-Westfalen
Modellcharakter
»Die grenzüberschreitende Kooperation hat Modellcharakter und ist wegweisend für unseren Wirtschaftszweig«, unterstrichen Thomas Pankert und sein Kollege von der Aachener Handwerkskammer Peter Empt unisono.
Dem ZAWM und der Kammer sei es gelungen, die fachliche Ausbildung der angehenden Fleischermeister in der Region zu halten. Zudem werde das Angebot für die Lehrlinge aus dieser Branche optimiert und an die steigenden Anforderungen im Berufsleben angepasst.